Tobias Dresen Blog und News

Monat: Juli 2016

Der Krebs ist nur ein Schalentier: Pre-Release-Lesung vom 16.07.2016

Wunderbar. Nach einer richtig schönen Pre-Release-Lesung am vergangenen Samstag, habe ich noch mal alle Kräfte mobilisiert und die hoffentlich letzten Fehler ausgemerzt. Sonntagabend ging dann die Mail mit der verbesserten, finalen Version an den Dienstleister raus und es dauert jetzt nicht mehr lang, bis ich das Datum der Veröffentlichung kenne.

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18. Juli 2016     0 Comments

Teil 8 – Geschafft! Gedanken zu den vergangenen Monaten

 

Es ist so weit! Das Manuskript »Der Krebs ist nur ein Schalentier« ist fertig! Am Montag, den 03.07.2016 habe ich die finale Fassung bei BoD hochgeladen. Zeit, um bei einem Glas Wein die vergangenen Wochen und Monate Revue passieren zu lassen.

Das Buch in Daten und Zahlen:

Begonnen: 08.08.2015
Beendet: 03.07.2016
Titel: Der Krebs ist nur ein Schalentier
ISBN: 97837412240676
Seiten: 189 (192 insgesamt, da die Anzahl der Seiten durch 4 teilbarsein muss)
Format: 13,5 x 21,5 cm
Einband: Paperback
Bindung: Klebebindung

Als E-Book erhältlich: ja
In Onlinebibliotheken abrufbar: nein

Preis Print: 9,99 €
Preis E-Book: 6,99 € /Aktionspreis 3,99 € in den ersten 4 Wochen der Veröffentlichung.

Was für eine spannende Zeit! Zwischen Leichtigkeit, Wahnsinn und emotionaler Erschöpfung war alles dabei. Es gab auch Phasen, in denen ich die ganze Sache beenden wollte, weil ich nicht weiter kam.

Es gab Tage, da flossen die Worte aus mir heraus, an andern Tagen tat ich mich schwer. So vieles ist verdrängt oder vergessen aus dieser Zeit. Manches kam wieder hoch und es fiel mir noch schwerer darüber zu schreiben. Dennoch hoffe ich, dass es mir in dem Buch gelungen ist auch leichte Passagen unterzubringen oder das mein schwarzer Humor an einigen Stellen den Geschmack der Leser trifft.

Als ich mit dem Buch begann, waren meine Kenntnisse der vielen Wege, über die man ein Buch veröffentlichen kann doch spärlich gesät. Die Hauptunterschiede zwischen klassischem Verlag und Selbstverleger kannte ich zwar, dass es aber über BoD und Amazon noch weitere Plattformen gibt, über die man sein Buch veröffentlichen kann, war mir nicht bewusst.

Wie arbeitet ein Verlag? Was ist eine Norm-Seite? Wie sieht ein Exposé aus? Warum sollte ich plotten? Was ist der Unterschied zwischen DKVZ-Verlagen und einem Print-on-Demand Service? Was sind die Vor- und Nachteile von Online-Bibliotheken wie Kindle unlimitted?

Viel theoretisches Wissen hat sich angehäuft, einiges davon habe ich bereits umgesetzt, anderes ist in Planung. Bestimmte Dinge lehne ich ab.

So habe ich mich dagegen entschieden, mein Werk in Online-Bibliotheken anzubieten. Dies mag meine Reichweite beim Leser einschränken, aber Reichweite ist eben nicht alles. Die vorherrschenden Konzepte (vergleiche Spotify) sind noch nicht ausgereift und so schön es für mich als Leser ist, viel lesen zu können ohne mich in Unkosten zustürzen oder eine Bibliothek anmieten zu müssen, um die erworbenen Werke würdevoll zu platzieren, so habe ich in diesem Fall entschieden, dass bei diesem Projekt, der Einsatz solcher Dienste nicht förderlich ist.
Gäbe es ein vergleichbares Konzept wie bei Hörbüchern (vergleiche audible Abo nur etwas günstiger), sähe dies anders aus.

Über all dies und noch mehr habe ich dank unterschiedlichster Foren und Gruppen, bei denen ich mich anmeldete gelernt. Das war toll, das war spannend. Und letzten Endes habe ich gesehen, das auch erfahrene Autoren nur mit Wasser kochen.

Als interessantester Konkurrent zu BoD begegnete mir Neobooks. Diese Plattform ist zwar derzeit nur auf E-Books spezialisiert, das Interessante ist aber der Ansatz und die »Mutter«, die dahinter steht. Neobooks ist Teil der Verlagsgruppe Droemer und Knaur. Neben dem einfachen Hochladen des E-Books sowie dessen Einbindung in die diversen Online-Plattformen wie buch.de, Amazon oder Thalia, hat der Autor zusätzlich die Möglichkeit vom Lektoratsteam des Knaur-Verlags entdeckt zu werden, in dem man sich beim Scouting-Program anmeldet.

Warum ich mich dennoch für BoD entschieden habe? Es ist eben auch eine Sache des Projekts. Es handelt sich im Kern um ein spezielles Thema, ein Nischenprodukt. Desweiteren wollte ich unbedingt eine Printversion haben und dies bietet Neobooks derzeit noch nicht an. Daher fiel Neobooks für mich in diesem Moment flach.

Nun warte ich gespannt auf das Ansichts-Exemplar, zu dem ich dann ja oder sage. Sobald ich weiß, wann BoD den Veröffentlichungstermin festgelegt hat.

14. Juli 2016     0 Comments

Über mich

http://tobiasdresen.com/uebermich.html

6. Juli 2016     0 Comments

Teil 7 – Die Interviews

Teil 7 – die Interviews

Mir wurde die Gelegenheit zuteil, dass ich mit ein paar wunderbaren Menschen über ihre Krebserkrankung sprechen konnte. Als ich die Idee dazu hatte, war mir nicht klar, wie hoch die Bereitschaft dazu ist. Auch habe ich feststellen können, dass ein großer Rede- und Mitteilungsbedarf besteht. Es kann bei einem Buch wie meinem natürlich nicht das gesamte Spektrum abgedeckt werden. Mir war es jedoch wichtig unterschiedliche Krebsvarianten in das Buch einfließen zu lassen. Am Ende sollten es fünf Gespräche werden.

Hodenkrebs, Leukämie, Hirntumor und Schilddrüsenkrebs, sowie ein Interview mit einer Krankenschwester.

Aus technischen Gründen hat es ein weiteres Interview leider nicht ins Buch geschafft.

Es mag seltsam anmuten, wenn ich behaupte, dass mir die Gespräche sehr viel Spaß gemacht haben. Mit unter musste ich schlucken, als ich die Geschichten hinter der Krankheit hörte, obwohl die Atmosphäre immer locker und ungezwungen war.

Diese Mischung aus Redebedarf und dem Willen, mich bei meinem Projekt zu unterstützen war großartig. Auch die Gespräche vor und nach den Interviews waren interessant und lehrreich. Ich durfte Menschen aus einer neuen Perspektive kennen lernen. Doch wo Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. In diesem Fall war es das Abtippen der Audiodateien. Hinhören, tippen, zurückspulen, teilweise umformulieren zum besseren Verständnis. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Eine Stunde Interview benötigtzwischen drei und vier Stunden Zeit zum Abtippen. Leider gehörte auch kürzen dazu.

Wir neigen im Gespräch dazu, Dinge zu wiederholen oder in einen anderen Kontext zu stellen. Unteranderem musste ich bei solchen Stellen den virtuellen Rotstift zücken. Als ich das letzte Interview endlich fertig hatte, war ich froh mit diesem sehr technischen Teil fertig zu sein. Dennoch ist nicht viel Zeit vergangen, bis ich wieder Lust verspürte, weitere Interviews zu führen. Daher werde ich nach der Buchveröffentlichung in unregelmäßigen Abständen mit weiteren Interessierten (Patienten und Krankenpflegern) Gespräche führen, die dann auf der Homepage veröffentlicht werden und eventuell als kostenloses(?) E-Book in Ergänzung zum Buch veröffentlicht werden. Hier würde es sich dann auch anbieten, die bereits geführten Interviews (Einverständnis der Interviewpartner vorausgesetzt) ungekürzt zu veröffentlichen.

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Teil 6 – Das Thema

(erstmalig Veröffentlich am 15.11.2015)

Es wird Zeit, das Thema zu enthüllen. Viele meiner Freunde wissen, dass bei mir im Jahr 2006 Hodenkrebs diagnostiziert wurde. Ich habe nach OP und Chemo mittlerweile gut damit abgeschlossen, aber ich merke immer wieder, dass es mich Zeit meines Lebens begleiten wird. Freunde und Familie bewegt dieses Thema von Zeit zu Zeit immer mal wieder und es kommt zu den seltsamsten Gelegenheiten zur Sprache.

Auch wenn es mich mitunter nervt, sehe ich es als ein gutes Zeichen, dass ich den mir wichtigen Menschen in meinem Leben nicht egal bin. Auf der anderen Seite kommen in solchen Momenten Bilder hoch aus dieser Zeit, die ich gern ins „Archiv“ legen würde.

So auch im August 2015, als ich bei meinen Eltern zu Besuch war. Hier kam das Thema über Umwege zur Sprache. Aber diesmal hörte ich nach einer Weile nur noch mit halben Ohr zu, denn auf einmal kam mir ein Gedanke: Ich sollte ein Buch über meine Erfahrungen mit dieser Krankheit schreiben. Auch der Titel kam wie eine Eingebung in meine Gedanken. Und so stand es für mich schon an jenem Abend an der Mosel fest. Ich würde dieses Buch schreiben. Komme, was wolle.

Das Buch, dessen Titel noch geheim bleibt, wird eine Mischung aus meinen Erfahrungen vor, während und nach der Operation und Chemotherapie. Hauptzielgruppe sind auf Grund meiner Krebsvariante Männer. Der Markt ist zwar voll mit Erfahrungsberichten, aber seit 1995 hat sich nur einer diesem speziellen Thema gewidmet. Ich denke, auch Frauen kann dieses Thema ansprechen, da Hodenkrebs, wenn auch nicht so sichtbar, für mich das Äquivalent zu
Brustkrebs darstellt. Zielgruppe sind all jene, entweder grade in einer ähnlichen Situation stecken oder gesteckt haben, sowie Personen, die grade einen geliebten Menschen in ihrem Umfeld haben, der an Krebs erkrankt ist. Ebenso jene, die sich für die Thematik allgemein interessieren, sind herzlich als Leser willkommen.

Ich weis, es ist kein schönes Thema. Aber es ist eine Herzensangelegenheit. Was wird das Buch beinhalten? Neben diesem besonderen Ausschnitt aus meinem
Leben wird es auch um Formen der Krebstherapie sowie Forschungen im diesem Bereich gehen. Lesetipps und Filme, die sich dem Thema widmen werden auch zu finden sein. Auch dem Thema Ernährung habe ich mich gewidmet. Alles getreu dem Wittgensteinschen Zitat: „ Worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen.“

Damit möchte ich sagen, wenn mir mein Wissen nicht ausreicht, habe ich Quellen recherchiert, die wesentlich fundierter auf die Themen eingehen.
Vielleicht hat der ein oder andere von euch auch Erfahrungen mit dem Thema oder kennt jemanden, der jemanden kennt. Ich wäre euch aus tiefstem Herzen dankbar, wenn ihr genau diesen Beitrag heute teilen würdet. Ich bin zudem sehr gespannt auf eure Reaktionen.

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Teil 3 – Gedanken über den Vertrieb und Veröffentlichung

(erstmals veröffentlicht am 18.10.2015)

Vor dem eigentlichen Beginn sowie zwischen den kreativen Schaffensphasen stellt sich auch die Frage, wie ich meine Leser erreichen will. Mit der Geburt der Idee war damals eigentlich alles besiegelt. Es wird ein reines E-Book. Veröffentlichung über Amazon. Zack, fertig! Je mehr ich mich aber einarbeite, schreibe, entwickle, um so weniger richtig erscheint mir die Veröffentlichung über nur eine Plattform und auch das reine digitale Format erscheint mir nicht lohnenswert, ist mir doch bewusst, dass es immer noch genug Menschen gibt, die ein gedrucktes Buch dem E-Book vorziehen.

Gehe ich doch den Weg über einen Verlag? Ein mitunter nicht ganz so gutes Gefühl, da zum einen natürlich die Gefahr besteht, dass das Manuskript keinen Verlag sonderlich interessiert.

Oder im Bestfall: Was passiert, wenn ein Verlag veröffentlichen will? Wie frei bin ich dann in meinen Möglichkeiten? Je mehr ich mich damit beschäftige,

umso sympathischer und sinnvoller erscheint mir die Lösung über BoD (Books on Demand). Geringes finanzielles Risiko, Veröffentlichung über alle großen Online-Stores, sowie eine mögliche Kooperation mit einem Verlag und dem Stationären Buchhandel,  ähnlich aufgebaut wie die eines Filmverleihers und immer die Möglichkeit auch selbst weiter zu vermarkten. Grade für einen Neuling ansprechend. Sicher träume ich auch von der Möglichkeit, einen Buchvertrag bei einem Verlag zu bekommen. Aber ich bin auch Realist. Als Selfpublisher kan ich mir meinen Traum mit weniger Hürden selbst erfüllen. Grade da es sich bei dem ersten Buch um ein Nischenprodukt handelt.

Ich denke, es ist wichtig, sich beide Wege offen zu halten. Und wer weiß? Zukünftige Projekte sind unter möglicherweise auch mit einem Verlag zu bewerkstelligen. Sicherlich wird bis dahin noch Zeit vergehen und wie das mit Plänen und Vorhaben so ist wird noch die ein oder andere Änderung eintreten. Ich bleibe für weitere Alternativen offen.

Aber auch andere Fragen stellen sich. Social Media ja oder nein? Wenn ja, dann wie? Teilnahme an Lesungen? Macht das bei einem Buch wie meinem Sinn? Wie und vor allem was liest man aus einem Buch dieser Art vor?

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Teil 2 – Was brauche ich zum Schreiben?

(erstmals veröffentlicht am 11.10.2015)

Ich bin kein professioneller Schriftsteller. Das ist mir bewusst. So stellt sich mir die  Frage: Wie schreibt man in der heutigen Zeit ein Buch? Immer wieder lese ich davon,dass Autoren ganz „old school“ auf einer mechanischen Schreibmaschine ihre geistigen Werke wortwörtlich „zu Papier“ bringen. Wieder andere nutzen Füller und die ganz romantischen sogar Tintenfass und Federkiel. Mein Erstlingswerk (zumindest das Erstlingswerk, welches ich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen werde, denn in meiner Teenagerzeit entstanden bereits zwei Romane) ist ein Sachbuch.

Daher scheinen mir Ausflüge in die Zeiten ohne Computer als wenig sinnstiftendl. Hinzu kommt, dass zum einen mein Schriftbild nicht das schönste ist, zum anderen habe ich gut die Zeiten in Erinnerung, als ich im zarten Alter von 8 Jahren an der Schreibmaschine meiner Oma saß und mich am maschinellen Schreiben versuchte. Tonerfarbene und mit Tipp-Ex verschmierte Finger waren nicht selten am Ende der Schreibsession das Ergebnis.

Versteht mich richtig. Ich finde den Gedanken an sich sehr charmant, mit Off-Line-Medien zu arbeiten. Für mich selbst würde dies jedoch einen unangenehme Mehrauf-wand bedeuten und unnötige doppelte Arbeit. Was aber brauche ich? Nur der Rechner mit Internetzugang reicht nicht aus. Ein wenig mehr Werkzeug ist von Nöten. Mein Schreibtisch ist mit einer Whiteboardflächeausgestattet und auch Whitheboard-Marker besitze ich. Post-its für schnelle Notizen, Kugelschreiber sowieso. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie einen Kugelschreiber gekauft. Dennoch besitze ich derzeit mindestens 20. Wo die nur alle herkommen, frag ich mich? Bei einigen steht es – Gott sei dank- drauf, wobei dies im Einzelfall auch nicht klärt, woher ICH die genau habe. Ein Notizbuch mit festem Deckel habe ich auch, um unterwegs Einfälle zu notieren. Ganz Digital geht es dann (zum Glück) doch nicht.

Was ich nicht habe, was mir aber doch sinnvoll erscheint, ist ein Diktiergerät, da ich auch Interviews führen möchte, die im Buch Ihren Platz finden werden.

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