Tobias Dresen Blog und News

  Teil 2 – Was brauche ich zum Schreiben?

Written on 6. Juli 2016   By   in Allgemein, Buch schreiben 2.0, News

(erstmals veröffentlicht am 11.10.2015)

Ich bin kein professioneller Schriftsteller. Das ist mir bewusst. So stellt sich mir die  Frage: Wie schreibt man in der heutigen Zeit ein Buch? Immer wieder lese ich davon,dass Autoren ganz „old school“ auf einer mechanischen Schreibmaschine ihre geistigen Werke wortwörtlich „zu Papier“ bringen. Wieder andere nutzen Füller und die ganz romantischen sogar Tintenfass und Federkiel. Mein Erstlingswerk (zumindest das Erstlingswerk, welches ich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen werde, denn in meiner Teenagerzeit entstanden bereits zwei Romane) ist ein Sachbuch.

Daher scheinen mir Ausflüge in die Zeiten ohne Computer als wenig sinnstiftendl. Hinzu kommt, dass zum einen mein Schriftbild nicht das schönste ist, zum anderen habe ich gut die Zeiten in Erinnerung, als ich im zarten Alter von 8 Jahren an der Schreibmaschine meiner Oma saß und mich am maschinellen Schreiben versuchte. Tonerfarbene und mit Tipp-Ex verschmierte Finger waren nicht selten am Ende der Schreibsession das Ergebnis.

Versteht mich richtig. Ich finde den Gedanken an sich sehr charmant, mit Off-Line-Medien zu arbeiten. Für mich selbst würde dies jedoch einen unangenehme Mehrauf-wand bedeuten und unnötige doppelte Arbeit. Was aber brauche ich? Nur der Rechner mit Internetzugang reicht nicht aus. Ein wenig mehr Werkzeug ist von Nöten. Mein Schreibtisch ist mit einer Whiteboardflächeausgestattet und auch Whitheboard-Marker besitze ich. Post-its für schnelle Notizen, Kugelschreiber sowieso. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie einen Kugelschreiber gekauft. Dennoch besitze ich derzeit mindestens 20. Wo die nur alle herkommen, frag ich mich? Bei einigen steht es – Gott sei dank- drauf, wobei dies im Einzelfall auch nicht klärt, woher ICH die genau habe. Ein Notizbuch mit festem Deckel habe ich auch, um unterwegs Einfälle zu notieren. Ganz Digital geht es dann (zum Glück) doch nicht.

Was ich nicht habe, was mir aber doch sinnvoll erscheint, ist ein Diktiergerät, da ich auch Interviews führen möchte, die im Buch Ihren Platz finden werden.

  Teil 1: Buch schreiben 2.0 (oder ist das schon 4.0?)

Written on 8. Februar 2016   By   in Allgemein, Buch schreiben 2.0, News

(erstmals veröffentlicht am 06.10.2015)

So sei es! Ich werde ein Buch schreiben!

Kann ja nicht so schwierig sein. Das haben schließlich schon ganz andere vor mir getan und werden es auch nach mir tun. Also, ran an den Speck, in die Tastatur gehauen und bald ist das Buch fertig.
Die Euphorie am Anfang eines Projekts sprengt wohl alle Grenzen, verweigert sich einer strukturierten Analyse von Widerständen und Beflügelungen. Gedanklich findest du dich in einem Hornbach-Werbespot wieder, auch wenn du nicht direkt ein Projekt im Garten, der Wohnung oder im Haus planst. Das WAS, das WARUM und das WIE scheinen so klar, als wäre alles schon gemacht. Gefolgt von: Yippie yaya yippie yippie yeah!

Auch ein erstes Gespräch mit der besten Freundin, die von der Idee zwar ebenfalls begeistert ist, aber dennoch den Blick auf das Wesentliche dabei nicht verliert und hilfreiche Tipps zur Bewältigung zu geben versucht, hilft bedingt bis gar nicht die Euphorie leicht zu bremsen. Alles wirkt wie auf einem Kettenkarussel. Die bunten Lichter wirbeln mit wilder Wonne. Nichts scheint den Flug bremsen zu können. Der Himmel jauchzt voll Zuversicht.

Dann sitzt du an deine Rechner. Erstellst den Ordner, in dem alles zusammenfließen soll. Du öffnest das erste Dokument und beginnst zu schreiben. Alles ist im Fluss.

Doch dann kommt es. Unausweichlich. Das erste Hindernis. Fragen schießen durch deinen Kopf. Fluten durch dein Gehirn gleichsam eines El Ninio.

Wie will ich eigentlich schreiben? Was muss ich alles recherchieren? Was soll das Ziel sein, was möchte ich dem Leser geben? Nur ein paar Fragen, die sich stellen, während die ersten Zeilen und Seiten entstehen.

Und eine ganze wichtige Frage ergab sich bei mir erst vor kurzem. Wie weit will und kann ich mich eigentlich öffnen, bei dem, was ich schreiben werde. Schließlich geht es um etwas sehr Intimes, über das ich zwar mit Familie, Freunden und Bekannten gesprochen habe, aber das unter Umständen jemand ganz Fremden zu offenbaren, ist dann doch noch mal eine ganz andere Hausnummer. An dieser Stelle verrate ich noch nicht, worum es genau gehen wird. Ich bezeichne dieses Buch als Erfahrungsbericht und Ideengeber. Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Ganz bewusst Ideengeber und nicht Ratgeber. Warum werde ich an anderer Stelle noch einmal genauer schreiben.