Tobias Dresen Blog und News

  Teil 1: Buch schreiben 2.0 (oder ist das schon 4.0?)

Written on 8. Februar 2016   By   in Allgemein, Buch schreiben 2.0, News

(erstmals veröffentlicht am 06.10.2015)

So sei es! Ich werde ein Buch schreiben!

Kann ja nicht so schwierig sein. Das haben schließlich schon ganz andere vor mir getan und werden es auch nach mir tun. Also, ran an den Speck, in die Tastatur gehauen und bald ist das Buch fertig.
Die Euphorie am Anfang eines Projekts sprengt wohl alle Grenzen, verweigert sich einer strukturierten Analyse von Widerständen und Beflügelungen. Gedanklich findest du dich in einem Hornbach-Werbespot wieder, auch wenn du nicht direkt ein Projekt im Garten, der Wohnung oder im Haus planst. Das WAS, das WARUM und das WIE scheinen so klar, als wäre alles schon gemacht. Gefolgt von: Yippie yaya yippie yippie yeah!

Auch ein erstes Gespräch mit der besten Freundin, die von der Idee zwar ebenfalls begeistert ist, aber dennoch den Blick auf das Wesentliche dabei nicht verliert und hilfreiche Tipps zur Bewältigung zu geben versucht, hilft bedingt bis gar nicht die Euphorie leicht zu bremsen. Alles wirkt wie auf einem Kettenkarussel. Die bunten Lichter wirbeln mit wilder Wonne. Nichts scheint den Flug bremsen zu können. Der Himmel jauchzt voll Zuversicht.

Dann sitzt du an deine Rechner. Erstellst den Ordner, in dem alles zusammenfließen soll. Du öffnest das erste Dokument und beginnst zu schreiben. Alles ist im Fluss.

Doch dann kommt es. Unausweichlich. Das erste Hindernis. Fragen schießen durch deinen Kopf. Fluten durch dein Gehirn gleichsam eines El Ninio.

Wie will ich eigentlich schreiben? Was muss ich alles recherchieren? Was soll das Ziel sein, was möchte ich dem Leser geben? Nur ein paar Fragen, die sich stellen, während die ersten Zeilen und Seiten entstehen.

Und eine ganze wichtige Frage ergab sich bei mir erst vor kurzem. Wie weit will und kann ich mich eigentlich öffnen, bei dem, was ich schreiben werde. Schließlich geht es um etwas sehr Intimes, über das ich zwar mit Familie, Freunden und Bekannten gesprochen habe, aber das unter Umständen jemand ganz Fremden zu offenbaren, ist dann doch noch mal eine ganz andere Hausnummer. An dieser Stelle verrate ich noch nicht, worum es genau gehen wird. Ich bezeichne dieses Buch als Erfahrungsbericht und Ideengeber. Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Ganz bewusst Ideengeber und nicht Ratgeber. Warum werde ich an anderer Stelle noch einmal genauer schreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.